Vergangenheit

Seit dem Mittelalter (erstmals 1309 urkundlich erwähnt) gibt es rund um die Kirche St. Michael eine kirchliche Gemeinschaft mit spiritueller Lebensweise. Anfänglich lebten an diesem Ort, der sich damals weit ausserhalb des Stadtgeschehens befand, Laiengemeinschaften beider Geschlechts, sogenannte Beginen und Begarden. Man nannte sie „die guotten Lutte bey St. Michael“. Später, in einer wechselvollen Geschichte, zogen die Begarden weg und aus den Beginen wurden Franziskaner-Terziarinnen, diese wiederum nahmen 1611 die kapuzinische Reformregel an. Bis ins 21. Jahrhundert lebten und wirkten die Kapuzinerinnen überaus segensreich am Ort, der ab 1635 „Mariæ Præsentatio“, und ab ungefähr 1826 übersetzt „Maria Opferung“ genannt wurde.

Die Schwestern von Maria Opferung entschlossen sich bereits im 15. Jahrhundert dazu, sich in der Bildung von Mädchen zu engagieren. So nahmen sie anfänglich Kosttöchter zu sich auf, später unterrichteten sie im beliebten „Institut Maria Opferung“ Generationen von jungen Frauen. Dieses Engagement in die Bildung und das einfache, franziskanische Klosterleben überdauerte die Jahrhunderte, im Wandel, immer neu ausgerichtet auf die Anforderungen und Aufgaben der Zeit. Durch das Bewusstsein der Wichtigkeit von Bildung und dem Vorbild der Schwestern entstanden rund um das Kloster weitere Schulen – der im Volksmund so genannte Zuger Bildungshügel wurde Tatsache. 2003 mussten die Schwestern ihre Schulen alters- und nachwuchsbedingt abgeben, mit der Übernahme der Schulgebäude durch die Stadt Zug und des Einzugs der Tages-, bzw. der Heilpädagogischen Schule konnten gute Nachfolgelösungen gefunden werden.

Sr. Anna Nerlich

(1930 – 2019)
Die letzte Frau Mutter der Kapuzinerinnen von Maria Opferung. 63 Jahre wirkte sie segensreich und mit grossem Engagement.

„Wir vertrauen darauf, dass in diesem klöster­lichen Gebetsort der Geist Gottes weiterlebt.“

Zukunft

Weiterhin blieben die Kapuzinerinnen von Maria Opferung ihren Überzeugungen und ihrem Lebensstil treu und pflegten mit vielen jungen Menschen Beziehungen. Wissend, dass ihre Gemeinschaft seit Jahrzehnten keinen Nachwuchs generieren konnte und somit enden wird, suchten die Schwestern mutig nach Nachfolgelösungen für den Klosterbetrieb. Dabei war es ihnen zentral, dass das Kloster weiterhin geistlich belebt, und dass die Anlage und das Land weder verkauft noch verbaut werden. Zusammen mit dem von ihnen gegründeten „Verein Kloster Maria Opferung“ konnten die verschiedenen Bereiche guten Zukunftslösungen, die ganz im Sinne der jahrhundertelangen Tradition sind, zugeführt werden.

Gegenwart

Im historischen Klostergebäude, dem Herz der ganzen Liegenschaft, wirkt seit Herbst 2018 die katholische Laienorganisation Anima Una. Sie hat nun auch seit Sommer 2021 die betriebswirtschaftliche und geistliche Hauptverantwortung für das Kloster inne. Anima Una ist ein Zusammenschluss von fünf unabhängigen Organisationen, die allesamt in der Glaubensweitergabe an junge Menschen und junge Familien tätig sind. Hauptpfeiler für die Weiterführung des Klosterlebens stellt dabei die Mitgliedsorganisation „Oasis — Christliches Orientierungsjahr“ dar. Ihr Angebot eines Zwischenjahres für junge Erwachsene ist ganz den Grundgedanken von Maria Opferung, dem einfachen Gemeinschaftsleben und der christlichen Bildung, verpflichtet. Aktuell leben mehrere junge Erwachsene in einem Teil des Klosters zusammen, stellen sich den grossen, existenziellen Fragen des Lebens, tätigen Sozialeinsätze und durchlaufen verschiedene Ausbildungen. „Oasis“ wird innerkirchlich sehr breit unterstützt und begleitet.

Magdalena Hegglin

Ist eine der Co-Leiterinnen vom christlichen Orientierungsjahr Oasis und gehört zu den ständigen Klosterbewohnern.

„Oasis ist eine Antwort auf das Bedürfnis junger Menschen nach Glaubens­vertiefung und geteiltem Leben.“

Angebot

Anima Una hat sich auch bereiterklärt viele der von den Schwestern gelebten Traditionen weiterzuführen. So können z.B. weiterhin (junge) Frauen im Kloster mitleben. Auch werden besonders das nachbarschaftliche Miteinander und die vielen Beziehungen gepflegt. Die Klosterkirche ist weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich, verschiedene Gebetszeiten laden zum Verweilen ein und jeweils mittwochs um 7.00 Uhr wird das Angebot der Frühmesse fortgeführt.

Jeden Mittwoch 7.00 Uhr Eucharistiefeier in der Klosterkirche
(ausser an Feiertagen)

Als geistliches Zentrum mit Fokus auf junge Erwachsene und junge Familien finden im Kloster Maria Opferung immer wieder glaubensstärkende Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen statt. In der klostereigenen Manufaktur werden auch verschiedene Produkte hergestellt, eine Zimmerei-Werkstatt und eine Töpferei sind weitere Realitäten im Klosterbetrieb.

Familie Anna und Martin Iten

Wohnt auf Wunsch der Schwestern seit einigen Jahren im Kloster mit. Martin ist Präsident von Anima Una, Anna ist die Koordinatorin des Klosterbetriebs.

„Das Kloster Maria Opferung in eine gute Zukunft zu führen ist uns ein Herzens­anliegen.“

Unterstützung

Damit das Kloster Maria Opferung gut erhalten bleibt und das geistliche Zentrum für viele junge Erwachsene und junge Familien angeboten werden kann, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Jeder Franken hilft, die grossen betriebswirtschaftlichen Ausgaben decken zu können.

Ein herzliches Dankeschön für jede Gabe!

IBAN CH17 0078 7785 8139 3783 5
Inhaber Anima Una, Klosterstrasse 2, CH-6300 Zug
BIC/SWIFT KBZGCH22XXX
Finanzinstitut Zuger Kantonalbank, Baarerstrasse 37, CH- 6300 Zug
Online-Spenden

Jean-Marie Duvoisin

Wirkt als Administrator von Anima Una und vom Kloster Maria Opferung.

„Wir wollen den Glauben weiter­geben – an die Menschen von heute.“

Umfeld

Verein Kloster Maria Opferung

Vorausschauend haben die Schwestern mit ihren kirchlichen Vorgesetzten, dem Regularobern der Kapuzinerinnen und dem Bischof von Basel, und langjährigen Partnern des Klosters den Verein Kloster Maria Opferung gegründet. Die Vereinsgründung fand am 22. November 2013 im Kloster Maria Opferung statt. Der Verein bezweckt, das ihm von den Schwestern übertragene Vermögen so zu erhalten und zu verwalten, dass die Schwestern ihr klösterliches Leben wie bisher weiterführen können und eine langfristige Sicherung des Klosters gewährt ist. Der Betrieb wird ohne Veränderungen weitergeführt und dem Wunsch der Schwestern entsprochen, das Naherholungsgebiet zu erhalten.

Vereinspräsident:
Dr. Paul Thalmann

Büro:
Pia Iten

Kontakt:
Verein Kloster Maria Opferung
Klosterstrasse 2
CH-6300 Zug
041 729 52 17
kloster.mo@datazug.ch

Freundschaft mit Maria Opferung

Der Verein «Freundschaft mit Maria Opferung» besteht aus ehemaligen Schülerinnen des Institutes Maria Opferung und stellt seine Einnahmen vollumfänglich den Schwestern zur Verfügung. Anlässlich der jährlichen Generalversammlung kommen die Mitglieder in den Genuss, direkt von den Schwestern und im Konvent des Klosters das Neueste zu erfahren. Die Zusammenarbeit besteht bereits seit 2006 und die Spendengelder erfüllen den Schwestern stets den einen oder andern Herzenswunsch.

Vereinspräsidentin:
Sandra Brändli

Künstlerhaus der Stiftung Landis&Gyr

In Zug befindet sich das Atelierhaus der Stiftung Landis&Gyr auf dem Gelände des Klosters Maria Opferung.

Klosterhof

Der Klosterhof wird in der vierten Generation durch Bea und Christian Horat-Grob bewirtschaftet.

Kontakt:
Bea und Christian Horat-Grob
Klosterhof
Klosterstrasse 6
6300 Zug
Tel. 041-711 05 24
horat@klosterhof-zug.ch
www.klosterhof-zug.ch

Heilpädagogische Schule Zug

Im ehemaligen Institutsgebäude der Kapuzinerinnen ist die Heilpädagogische Schule des Kantons Zug stationiert.

Tagesschule Zug

Auf dem Boden des Klosters Maria Opferung steht die Tagesschule Zug.

Kontakt

Anima Una
Kloster Maria Opferung
Klosterstrasse 2
CH-6300 Zug

041 525 19 19
office@anima-una.ch

Montag bis Freitag
09.00 bis 11.40 und 13.30 bis 17.00 Uhr